Steingarten Vehrte

Die Eiszeit in Belm

Heben Sie einen faustgroßen Stein auf und betrachten Sie ihn intensiv. Jawohl, er hat ein Gesicht, er hat möglicherweise mehrere Farben oder in einer Farbe mehrere Schattierungen. Er hat Falten, Kanten, Rundungen. Steine sind so vielfältig und überraschend wie die übrige Natur um uns herum. Aber wo kommt der Stein her? Entweder ist er Bestandteil der heimischen Erdoberfläche, oder er wurde von fremden Kräften hierher transportiert. Die bei uns gefundenen fremden Steine können bis zu drei Milliarden Jahre alt sein.

Findlinge gehören zum charakteristischen Bild unserer Heimat.

Viele große Steine sind Zeugen der Eiszeit. Sie wurden mit dem Eis aus Skandinavien zu uns transportiert und beim Abschmelzen hier abgelagert. Der Volksmund nennt sie Findlinge.

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Gesteine - Baumaterial der Erde
Es gibt auf der Erde eine Vielzahl unterschiedlicher Gesteine. Um sie zu verstehen, muss man sich mit dem Kreislauf der Gesteine vertraut machen: Magma aus dem Erdinneren erstarrt, wenn es abkühlt, zu einem Magmatischen Gestein. Bekannte Beispiele dafür sind Gesteine wie Granit oder Basalt. Gelangen diese Gesteine an die Erdoberfläche, verwittern sie und werden als loses Material von Wasser, Wind oder Gletschereis weiter transportiert. Dieses lose Material kann sehr fein sein (z.B. Ton oder Sand) oder auch grob(Kieselsteine oder auch Findlinge). Wo das Material schließlich abgelagert wird, kann es zu einem neuen Gestein - einem Ablagerungsgestein- verdichtet und verfestigt werden. Sandstein und Tonstein entstehen zum Beispiel auf diese Weise.
Diese Ablagerungsgesteine können, wenn sie von vielen weiteren Gesteinsschichten überlagert werden, schließlich durch Hitze und / oder Druck noch einmal in ein anderes Gestein umgewandelt werden. Man spricht dann von Umwandlungsgesteinen. Hierzu gehören Gesteine wie Marmor, Schiefer oder Gneis. Natürlich können auch dieMagmatischen Gesteine zu Umwandlungsgesteinen werden, ebenso wie Umwandlungsgesteinen bei der Entstehung von Gebirgen wieder an die Oberfläche gelangen und verwittern können.

 In unserer Region kommen ursprünglich nur Ablagerungsgesteine vor. Die großen Findlinge, die wir gerade in der Umgebung von Vehrte häufig finden, bestehen dagegen meist aus Granit oder Gneis, Daher wurde schon früh über ihre Herkunft gerätselt.

Der Steinpark “ Steinreiches Vehrte “ Belm – Vehrte Venner Strasse

2013-03-28 geogarten 006

Kalkstein aus der Muschelkalkzeit Die Kirche in Icker und viele andere Gebäude der Umgebung sind mit diesem gelben Kalkstein gebaut, der aus kleinen Steinbrüchen in der Nachbarschaft gewonnen wurde. Die Entstehungsgeschichte der Steine liegt 240 Millionen Jahre zurück. Damals war hier das Meer und auf dem Meeresgrunde lag der Kalkschlamm, der sich nach Verdunstung des Wassers zu Stein umwandelte. Später wurden die Schichten vom Süden her angehoben, was heute noch in offenen Steinbrüchen zu sehen ist.

Kalkstein aus der Muschelkalkzeit
Die Kirche in Icker und viele andere Gebäude der Umgebung sind mit diesem gelben Kalkstein gebaut, der aus kleinen Steinbrüchen in der Nachbarschaft gewonnen wurde. Die Entstehungsgeschichte der Steine liegt 240 Millionen Jahre zurück. Damals war hier das Meer und auf dem Meeresgrunde lag der Kalkschlamm, der sich nach Verdunstung des Wassers zu Stein umwandelte. Später wurden die Schichten vom Süden her angehoben, was heute noch in offenen Steinbrüchen zu sehen ist.

Gneis  Dieser Findling gehört zu der Gruppe der "Gneise". Gneise entstehen aus Gesteinen, die tief unter der Erde durch enormen Druck und große Hitze in ein anderes Gestein umgewandelt wurden. So kann ein Gneis aus einem Granit, aber auch aus einem Tonstein entstehen. Dabei kommt es manchmal zu einer Umwandlung der Mineralien, in jedem Fall werden die Mineralien durch den Druck "ausgewalzt", regeln sich also in eine bestimmte Richtung ein. Dadurch bekommt der Stein seine parallele, streifige Struktur. Solche "Umwandlungsgesteine" werden auch "metamorphe Gesteine" genannt.

Gneis
Dieser Findling gehört zu der Gruppe der "Gneise". Gneise entstehen aus Gesteinen, die tief unter der Erde durch enormen Druck und große Hitze in ein anderes Gestein umgewandelt wurden. So kann ein Gneis aus einem Granit, aber auch aus einem Tonstein entstehen. Dabei kommt es manchmal zu einer Umwandlung der Mineralien, in jedem Fall werden die Mineralien durch den Druck "ausgewalzt", regeln sich also in eine bestimmte Richtung ein. Dadurch bekommt der Stein seine parallele, streifige Struktur. Solche "Umwandlungsgesteine" werden auch "metamorphe Gesteine" genannt.

Granit mit viel Feldspat Dieser Granit hat einen besonders hohen Anteil an rötlichem Feldspat, der dem ganzen Block seine rötliche Farbe verleiht. Wenn ein Granit aus Magma auskristallisiert, bilden zuerst die Feldspäne ihre Kristallform aus. Der Quarz, als weiterer Hauptbestandteil des Granits, kristallisiert erst zum Schluss aus. Er füllt dann die Zwischenräume zwischen den anderen Mineralien  und hat keinen Platz, seine eigenen Kristallform auszubilden, wie wir sie vom Bergkristall kennen.

Granit mit viel Feldspat
Dieser Granit hat einen besonders hohen Anteil an rötlichem Feldspat, der dem ganzen Block seine rötliche Farbe verleiht. Wenn ein Granit aus Magma auskristallisiert, bilden zuerst die Feldspäne ihre Kristallform aus. Der Quarz, als weiterer Hauptbestandteil des Granits, kristallisiert erst zum Schluss aus. Er füllt dann die Zwischenräume zwischen den anderen Mineralien und hat keinen Platz, seine eigenen Kristallform auszubilden, wie wir sie vom Bergkristall kennen.

Granit mit Einsprenglingen  Dieser Granit fällt durch große Einsprenglinge auf. So nennt man große Einzelkristalle, die in einer feinkörnigen Grundmasse "schwimmen". Ein Riss ist hier mit einem grünlichen Mineral verfüllt, das "Epidot" heißt und nur unter hohem Druck entsteht. Es zeigt dass dieser Granit in großer Tiefe entstand.

Granit mit Einsprenglingen
Dieser Granit fällt durch große Einsprenglinge auf. So nennt man große Einzelkristalle, die in einer feinkörnigen Grundmasse "schwimmen". Ein Riss ist hier mit einem grünlichen Mineral verfüllt, das "Epidot" heißt und nur unter hohem Druck entsteht. Es zeigt dass dieser Granit in großer Tiefe entstand.

Ein Granit - Gneis  wie dieser ist eine Zwischenstufe zwischen Granit und Gneis. Gerät ein Granit unter hohen Druck, beginnt er sich in einen Gneis umzuformen. Dazwischen gibt es alle Übergangsformen. Ist das Gestein keiner Gruppe klar zuzuordnen, spricht man vom Granit-Gneis oder Gneis-Granit, je nachdem, welche Merkmale vorherrschen.

Ein Granit - Gneis
wie dieser ist eine Zwischenstufe zwischen Granit und Gneis. Gerät ein Granit unter hohen Druck, beginnt er sich in einen Gneis umzuformen. Dazwischen gibt es alle Übergangsformen. Ist das Gestein keiner Gruppe klar zuzuordnen, spricht man vom Granit-Gneis oder Gneis-Granit, je nachdem, welche Merkmale vorherrschen.

Pegmatit " Schriftgranit" Dieser Felsblock bildet sich beim Abkühlen von Granitmagma und ist ein Restprodukt der Schmelze. An den Bruchflächen sieht man sehr schön die Ausrichtung der Quarze, was ihm den Namen "Schriftgranit oder Runenstein" einbrachte. Die Zeichnung erinnert an eine archaische Schrift.

Pegmatit " Schriftgranit"
Dieser Felsblock bildet sich beim Abkühlen von Granitmagma und ist ein Restprodukt der Schmelze. An den Bruchflächen sieht man sehr schön die Ausrichtung der Quarze, was ihm den Namen "Schriftgranit oder Runenstein" einbrachte. Die Zeichnung erinnert an eine archaische Schrift.

Karbonquarzit  Dieser Stein wurde nicht von Eiszeitgletschern in diese Region transportiert. Er stammt vom Piesberg. Es ist ein so genannter "Karbonquarzit" - ein besonders feiner Sandstein, der in der Karbon-Zeit vor 300 Millionen Jahren entstand. Der Sand, der ursprünglich als Flussablagerung entstand, ist hier durch Quarzeinlagerungen besonders stark verbunden, wodurch dieses Gestein außergewöhnlich witterungsfest wird.

Karbonquarzit
Dieser Stein wurde nicht von Eiszeitgletschern in diese Region transportiert. Er stammt vom Piesberg. Es ist ein so genannter "Karbonquarzit" - ein besonders feiner Sandstein, der in der Karbon-Zeit vor 300 Millionen Jahren entstand. Der Sand, der ursprünglich als Flussablagerung entstand, ist hier durch Quarzeinlagerungen besonders stark verbunden, wodurch dieses Gestein außergewöhnlich witterungsfest wird.

Granit mit Bruchlinie  Granit entsteht, wenn flüssiges Magma tief in der Erdkruste zu festem Gestein erstarrt. Große Kristalle, wie sie hier zu sehen sind, sprechen für eine langsame Abkühlung, bei der die Kristalle genug Zeit zum Wachsen hatten. Bei diesem Exemplar ist eine Bruchlinie zu erkennen, die durch weiteres Wachstum wieder "verheilt" ist. Die rote Farbe des Findlings stammt nicht vom Gestein, sondern von roten Flechten.

Granit mit Bruchlinie
Granit entsteht, wenn flüssiges Magma tief in der Erdkruste zu festem Gestein erstarrt. Große Kristalle, wie sie hier zu sehen sind, sprechen für eine langsame Abkühlung, bei der die Kristalle genug Zeit zum Wachsen hatten. Bei diesem Exemplar ist eine Bruchlinie zu erkennen, die durch weiteres Wachstum wieder "verheilt" ist. Die rote Farbe des Findlings stammt nicht vom Gestein, sondern von roten Flechten.

Granit Granit mit hohem Anteil von fleischfarbenem Feldspat. Feldspäte gehören  zur Gruppe der Silikatmineralien. Sie können unterschiedliche Farben haben, sind meistens aber rötlich.

Granit
Granit mit hohem Anteil von fleischfarbenem Feldspat. Feldspäte gehören zur Gruppe der Silikatmineralien. Sie können unterschiedliche Farben haben, sind meistens aber rötlich.

Kambrischer Sandstein Sandstein aus dem Erdaltertum (Unterkambrium), mind. 500 Millionen Jahre alt. Feinkörnige Sandsteine wie diese entstehen vor allem an Küsten oder am Grund langsam fließender Flüsse. Unter bestimmten Bedingungen kann dieser Sand durch Druck und Einsickern von Bindemitteln zu festem Gestein werden. Dieses Exemplar besteht zum größten Teil aus Quarzsand.

Kambrischer Sandstein
Sandstein aus dem Erdaltertum (Unterkambrium), mind. 500 Millionen Jahre alt. Feinkörnige Sandsteine wie diese entstehen vor allem an Küsten oder am Grund langsam fließender Flüsse. Unter bestimmten Bedingungen kann dieser Sand durch Druck und Einsickern von Bindemitteln zu festem Gestein werden. Dieses Exemplar besteht zum größten Teil aus Quarzsand.