Der Pottbäcker am Hüggel

„Pottbäcker“ ist schon seit alters her der Spitzname der Töpferei Niehenke in Hasbergen. Seit 1900 wurde hier mit Ton aus der hauseigenen Tongrube getöpfert. Zuerst wurden Blumentöpfe gefertigt mit Maschinen, die fast alle in Eigenbau entstanden sind. So wurde, um die Erde zu Ton zu kneten, zum Beispiel ein Panzermotor aus dem ersten Weltkrieg umgebaut und benutzt.
Auch heute noch wird auf Maschinen, z.T. aus den 50er Jahren, der gemahlene und dann angefeuchtete Ton zum Strang gepresst, um dann in der eigenen Werkstatt verarbeitet, oder als 10 kg Strang weiterverkauft zu werden.
Viel gibt es zu sehen, von den getöpferten wachsamen Hüggelzwergen im historischen Teil der Töpferei, bis hin zu den getöpferten Gebrauchsgegenständen in der Ausstellung. Töpfer Bernd Niehenke lässt bei seiner Führung keine Langeweile aufkommen; ganz im Gegenteil ist viel zu schnell das Ende der Führung erreicht.

Zuerst aber starten wir um 12:00 Uhr vom Parkplatz am Sportzentrum Heideweg in Belm.
BiKult Mitglieder aus Osnabrück können auch erst in Sutthausen an der Sutthauser Mühle in die Tour einsteigen. Von hier geht es dann gemeinsam gegen 13.30 Uhr weiter Richtung Hasbergen.

Bald erreichen wir Hasbergen/Ohrbeck und fahren ein kleines Teilstück auf einer ehemaligen Bahntrasse. Dieses Teilstück der Hüggelbahn führte vom Augustaschacht, entlang des Hüggels mit seinen Tagebauen I – II – III, bis hin zur Luisenschachtanlage am Roten Berg.
Die Hüggelbahn selbst führt vom Bahnhof Hasbergen nach G-M-Hütte und wurde 1864/65 gebaut. Mit der Bahn wurde das im Hüggel abgebaute Eisenerz, welches von Mitte des 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts industriell abgebaut wurde, nach G-M-Hütte transportiert.
Ebenfalls mit der Hüggelbahn transportiert wurde der Kalkstein aus dem Silbersee und aus dem Steinbruch Holperdorp, mit Hilfe einer Seilbahn, die  ca. 6 Km quer über den Hüggel bis zur Entladestation Augustaschacht führte. Kalkstein und Muschelkalk diente als Zuschlag für die Hochöfen des Hüttenwerkes.

Vom Roten Berg ist es nicht mehr weit bis zur Töpferei Niehenke, in der uns Bernd Niehenke zu der Führung gegen 14:15 Uhr empfängt. Und wenn wir nach der Führung ihn ganz nett bitten, spielt er uns vielleicht sein eigen komponiertes Lied vom E-Bike fahren vor.
Lassen wir uns überraschen vom Ambiente der historischen und neuen Töpferei und einem Töpfer, der vielfältige Talente in sich vereint.
Seit der 1799 in Hagen am Teutoburger Wald geborene Eberhard Heinrich Niehenke erstmals als Töpfer erwähnt wurde, verbindet man mit dem Namen seiner Familie die rotgebrannte Erde aus dem Osanbrücker Land. Sieben Generationen haben seitdem diesen Ton gegraben, auf der Drehscheibe geformt, liebevoll bemalt und schließlich durch das Feuer vollendet. Damals wie heute wird aus diesem Material das traditionelle Geschirr gedreht: die Näpkes, Kümkes, Tabakspötte und Nachtigallen sind mit ihren warmen Erdfarben der Blickfang in jedem Haushalt und laden zum Anfassen und Gebrauchen ein. Ebenfalls wird moderne Steinzeugkeramik hergestellt. Schlichte klare Formen, die mit einer lebhaften blauen Lehmglasur aus dem eigenen Ton überzogen sind. (Auszug aus der Homepage)

Die Rückfahrt erfolgt auf fast der gleichen Strecke zurück bis zur Sutthauser Mühle, in der wir eine Pause  einlegen werden. Hier können die bereits bestellten heimischen Spezialitäten wie Schinkenbrot – Strammer Max – Hausplatte – oder Käsebrot genossen werden. So gestärkt erreichen wir dann gegen ca. 20:00 Uhr wieder das Sportzentrum in Belm.

 

 

 

Termin: Mittwoch 7.September.2022

Treffpunkt 12:00 Uhr am Sportzentrum Heideweg
Treffpunkt 13:30 Uhr für BiKult Mitglieder die ab Sutthausen mitfahren möchten, an der Sutthauser Mühle.

Beginn der Führung gegen ca. 14:15 Uhr.
Rückfahrt ab Töpferei Niehenke 16:00 Uhr.

Ankunft Sutthauser Mühle ca. 16:30 – 17:00 Uhr
Rückkehr Sportzentrum Heideweg gegen 20:00 Uhr

Streckenhinweis:
Belm – Sutthauser Mühle ca. 15 Km
Sutthauser Mühle – Töpferei Niehenke Hasbergen ca. 7 Km

Gesamtstrecke ca. 44 Km

***** Schwierigkeitsgrad 2 auf der Skala 1-5.
Leichte Radtour in überwiegend flachem, teilweise welligem Gelände.
Pedelec empfohlen.

Es ist auch eine Teilnahme mit PKW möglich. Uhrzeiten siehe Aufstellung.

Navi Adresse: Töpferei Niehenke, Am Plessen 51, 49205 Hasbergen

Die Kosten von 14,00 € p. Person beinhalten die Führung in der Töpferei und das Essen in der Sutthauser Mühle. (Die Getränke in der Mühle werden selbst abgerechnet).

Eine Anmeldung online, nur hier unten auf dieser Seite, ist unbedingt erforderlich. Die zeitgleiche Überweisung ist Bestandteil der Anmeldung.

Bitte beachten – Startpunkt und Essenswunsch  bitte unbedingt bei der Anmeldung mit angeben!                                                                                                                              (Texte und Fotos mit Genehmigung von Bernd Niehenke)

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